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„Wenn ich hier nicht tanzen kann, dann ist das nicht mein Musikforum!“

Mit einer öffentlichen Tanzstunde begrüßte das Netzwerk »Stadt für Alle« am 29.10.2016 die Eröffnung des umstrittenen Bochumer Musikforums. Mit Musikanlage und Megaphon zog das Netzwerk während der Eröffnungsfeier auf den Vorplatz des Musikforums und ermunterte auf ironische Weise die Besucherinnen und Besucher, sich am gemeinsamen Walzer-Kurs zu beteiligen.

Das Netzwerk erinnerte die Stadt Bochum an ihr Versprechen: Das Musikzentrum soll ein Ort für Alle in Bochum sein. Doch das bisherige Programm lässt auf etwas anderes schließen. In der Presseerklärung des Netzwerks »Stadt für Alle« heißt es:

„Wir glauben, dass das bisher geplante klassische Konzertprogramm eben nicht für alle Bürgerinnen und Bürger in Bochum gedacht ist und wir glauben auch nicht, dass sich das ändern wird. Mit unserem ganz eigenen Ausflug in die Welt der Hochkultur wollten wir unsere Kritik mit einem zwinkernden Auge am Ort des Geschehens deutlich machen. Wir begrüßen es ausdrücklich, dass hier und heute ein Leerstand mit Leben gefüllt wurde; die alte Marienkirche. Es gibt viel weiteren Leerstand in Bochum, der angesichts großer Nachfrage nach günstigem Wohnraum und unkommerziellen, kulturellen Räumen, dringend nutzbar gemacht werden müsste. Wir sind sehr gespannt darauf, wie die Stadt Bochum angesichts der immensen Kosten für das Musikzentrum die anderen Räume finanziert. Wir werden die Entwicklung des Musikforums und die Aktivitäten der Stadt Bochum weiterhin kritisch begleiten.“

Veröffentlicht in Stadt für Alle