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Stadt für Alle Bochum Beiträge

Leerstand nutzbar machen – Zweckentfremdungssatzung jetzt!

Unter dem Motto »Leerstand nutzbar machen – Zweckentfremdungssatzung jetzt!« organisierte das Netzwerk »Stadt für Alle« am 31.08.2017 eine Aktion vor dem Bochumer Rathaus. An diesem Tag fand die Ratssitzung statt in der über die Vorlage einer Zweckentfemdungssatzung beraten wurde. Auf einem Stadtplan von Bochum wurden symbolisch die zahlreichen Leerstände und die ihnen gegenüberstehenden Flüchtlingsunterkünfte markiert.

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Vorschlag für eine Zweckentfremdungssatzung

Der Rat der Stadt Bochum hat die Verwaltung aufgefordert einen Entwurf für eine Zweckentfremdungssatzung zu erarbeiten, über den die Ratssitzung am 31. August beraten soll. Das Netzwerk »Stadt für Alle« begrüßt die Entscheidung des Rates, nun endlich eine Zweckentfremdungssatzung in Auftrag zu geben. Wir haben uns schon einmal Gedanken darüber gemacht, wie eine solche Zweckentfremdungssatzung aussehen könnte und einen Entwurf erarbeitet, den wir zur Diskussion stellen wollen. Er orientiert sich an bestehenden Satzungen aus Münster, Dortmund, Bonn und Köln und kann unten heruntergeladen werden.

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Stellungnahme des Netzwerks »Stadt für Alle« zum Vorschlag für ein Handlungskonzept Wohnen

Am 19. Juni 2017 hat die Beratungsagentur empirica im Bochumer Rathaus Vorschläge für die Grundzüge eines Handlungskonzepts Wohnen vorgestellt. Als einer der Akteure, die im Rahmen des Beteiligungsprozesses an den Workshops zum Handlungskonzept teilgenommen haben, nehmen wir hiermit dazu Stellung.

1. Allgemein: Ziele und Leitlinien der Bochumer Wohnungspolitik

Die aktuellen Planungen sehen vor, dass das Handlungskonzept zunächst die Ziele und Leitlinien der Bochumer Wohnungspolitik festschreibt. Unter anderem geht es dabei um die Nutzung von Wachstumspotentialen, um die Wohnortbindung von Studierenden sowie um die Schaffung von Wohnraum für Familien und Ältere. Aus Perspektive des Netzwerks Stadt für Alle fehlen im vorliegenden Vorschlag allerdings wichtige Ziele, an denen sich eine soziale und zukunftsfähige Wohnungspolitik der Stadt Bochum orientieren sollte. Für notwendig halten wir die Aufnahme folgender Ziele:

  • die Stabilisierung des Mietpreisniveaus in Bochum
  • die Demokratisierung der Wohnungspolitik und Wohnraumverwaltung durch mehr Mieter*innenmitbestimmung
  • die Förderung von gemeinwohlorientierten statt renditeorientierten Eigentumsformen
  • der Abbau von Diskriminierungen auf dem Wohnungsmarkt
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9,– EUR/qm? – Die spinnen doch!

Das Bochumer Netzwerk Stadt für Alle hat sich am 10. Juni 2017 am bundesweiten Aktionstag der Kampagne »Mietenwahnsinn stoppen! Bezahlbare gute Wohnungen für alle!« beteiligt. Es besuchte zwei Gebäude, die unterschiedlicher nicht sein können – und nahm jeweils mit Plakaten Stellung dazu.

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Die bundesweite Kampagne »Mietenwahnsinn stoppen!« ist gestartet

Das Netzwerk »Stadt für Alle« unterstützt die wohnungspolitische Kampagne »Mietenwahnsinn stoppen! – Bezahlbare gute Wohnungen für alle!«, die von Mietervereinen, Mieter*inneninitiativen, „Recht auf Stadt“-Netzwerken und anderen sozialen Organisationen gestartet wurde. Auch wenn der Wohnungsmarkt im Ruhrgebiet im Vergleich zu Boomtowns wie Köln oder Hamburg anders funktioniert, teilen wir die Forderungen der Kampagne nach einer neuen Wohnungsgemeinnützigkeit, nach der Beendigung der Leerstände oder der Verhinderung von Zwangsräumungen. Hier der Aufruf und die zentralen Forderungen:

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Stellungnahme des Netzwerks »Stadt für Alle!« zur Instandbesetzung in der Herner Straße

Am 19.05.2017 hat eine Gruppe von jungen Bochumer*innen das Haus Herner Str. 131 besetzt. Das denkmalgeschützt Gebäude war seit einem dreiviertel Jahr komplett leerstehend. Zuvor war das Geschäft im Ladenlokal sowie die Bewohner*innen der 8 Mietwohnungen ausgezogen. Es gab massiven Instandhaltungsstau, Schimmelprobleme und kaum noch sichtbares Handeln der Vermieterin. Daher unterstützen wir die Forderung der Besetzer*innen den Leerstand zu beenden.

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Reclaim the City – Kundgebung des Netzwerks »Stadt für Alle«

Unter dem Motto »Reclaim the City! – Her mit der Stadt!« veranstaltete das Netzwerk »Stadt für Alle« vor dem Bochumer Musikforum am Abend des 19. Mai 2017 eine Kundgebung zu den Themen, steigende Mieten, Leerstände und rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt, an der sich rund 70 Menschen beteiligten.

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Tanzdemo für eine Stadt für Alle

Freitag, 19. Mai, 18:30 Uhr, Startpunkt: Musikforum, Viktoriastraße, Bochum

Reclaim the City! Her mit der Stadt! Réclamez la ville!

Steigende Mieten, Wohnungsnot bei gleichzeitigem Leerstand, eine Stadt, die wie ein Unternehmen geführt wird? Das wollen wir nicht! Wir fordern ein Bochum für alle, das heißt eine Stadt, in der alle Menschen unabhängig vom Einkommen gut wohnen und leben können. Wir wollen unser soziales und kulturelles Leben dabei selbstorganisiert in die Hand nehmen. Wir wollen uns tanzend die Stadt zurückerobern!

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Alternativen kommunaler Wohn- und Raumpolitik

Ein Bericht von der Veranstaltung „Geht nicht gibt’s nicht!“ am 04.04.2017 in der VHS Bochum

Geht nicht, gibt’s nicht? Dieser Frage sollte am 04.04.2017 in einer Diskussionsveranstaltung des »Netzwerks Stadt für Alle« nachgegangen werden.

Auch in Bochum wird die Frage nach bezahlbarem Wohnraum immer drängender. Auch wenn der Mietmarkt nicht so überhitzt ist, wie in vielen anderen deutschen Metropolen, sind auch viele Menschen in Bochum auf der Suche nach bezahlbarem Wohnraum. Besonders prekär ist die Situation von Geringverdienenden und anderen Menschen mit wenig Geld, wie Renter*innen oder Geflüchteten.

Das »Netzwerk Stadt für Alle« sieht in den vorgestellten Projekten Beispiele, wie Wohnraum am Bedarf orientiert werden kann und wie dies praktisch umgesetzt werden kann.

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Das städtische Bekenntnis zum Geld verbrennen

Wer am Dienstag den Lokalteil der WAZ las, musste sich die Haare raufen. Die ganze Absurdität der städtischen Wohnungspolitik brauchte nur zwei Artikel. Zum einen wurden die Leser*innen über die hohen Kosten für Flüchtlingsunterkünfte informiert. Weil jahrelang keine Vorsorge getroffen wurde, Leerstände schnell wieder bezugsfertig zu machen, war die Stadt gezwungen teure Container zu kaufen. Das ist teuer und nicht wirklich menschenwürdig. Nun stehen viele Container leer und kosten trotzdem weiter Geld. Jede Wohnung wäre preiswerter gewesen. Um mehr leere Wohnungen für Geflüchtete zur Verfügung zu stellen, hätte eine existierende Zweckentfremdungssatzung sehr geholfen. Ein paar Zeilen später erfährt man über eine Vereinbarung mit der VBW, daß diese ihre Wohnungen für Geflüchtete an die Stadt für 10 % über dem Mietspiegel vermietet, weil das billiger als mobile Bauten ist. Man ahnt wie teuer diese mobilen Unterkünfte sind. Aber warum bezahlt die Stadt an die stadteigene Unternehmen überhöhte Mieten?

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